Der Wirbel sorgt beim Angeln für mehr Bewegungsflexibilität beim Köder und vergrößert somit die Chancen auf einen Fischfang.
Warum Wirbel sehr wichtig beim Angeln ist
Der Wirbel ist das flexible Bindeglied zwischen der Hauptschnur und dem Köder (oder dem Vorfach). Er erlaubt nicht nur ein sehr lebhaftes und realistisches Köderspiel sondern verhindert auch das Verdrallen der Angelschnur.
Neben dem allgegenwärtigen Tönnchenwirbel mit zwei Ösen gibt es in den Angelshops eine Reihe weiterer Wirbel-Arten, die für unterschiedliche Angelmontagen entwickelt wurden. Folgend geben einen Überblick, welcher Wirbel unter welchen Bedingungen am besten zum Einsatz kommt.
1. Tönnchenwirbel mit zwei Ösen
Am weitesten verbreitete Angelwirbel ist der Tönnchenwirbel mit zwei Ösen, der für die Verbindung zwischen Vorfach und Hauptschnur gedacht ist. Meist hat er an einer Öse einen Karabinerhaken, um eine schnelle und praktische Montage zu ermöglichen.
An der anderen Öse wird am Tönnchenwirbel die Angelschnur mit einem Wirbelknoten befestigt. Diesen universell einsetzbaren Wirbeltyp gibt es in verschiedenen Größen und Stärken, sodass er vom feinen Stippfischen über Spinnangeln bis zum Hochseefischen zum Einsatz kommt.
2. Tönnchenwirbel mit drei Ösen
Diese Wirbelart ist mit dem klassischen Tönnchenwirbel verwandt, jedoch ist hier eine zusätzliche Öse angebracht, die im 90-Grad-Winkel zu den anderen beiden Ösen steht. Der 3-Ösen-Wirbel wird bei Montagen verwendet, bei denen ein zusätzlicher Köder, ein Gewicht oder ein zusätzliches Vorfach für den Beifang angebracht werden muss.
3. Doppelwirbel
Doppelwirbel besteht aus einem Tönnchenwirbel, an dessen beiden Enden je ein Karabinerhaken oder ein Snap angebracht ist. Dort können dann wiederum weitere Köder, Spinner, Wobbler oder Gewichte „zwischengeschaltet“ werden.
4. Dreifachwirbel
Dreifachwirbel besteht aus drei miteinander verbundenen Tönnchenwirbeln. Sein Zweck ist die Verhinderung des Verhedderns der Ködermontage beim Spinnfischen. Da bei dieser Angeltechnik der Köder stets durchs Wasser gezogen wird, verlangsamt ein Dreifachwirbel die Verdrallung der Hauptschnur erheblich. Auch Sbirolino-Fischer setzen vermehrt diese Art von Wirbeln ein.
5. Anti-Drall-Agraffe
Ähnlich dem Dreifachwirbel verhindern auch die Anti-Drall-Agraffen die Verdrallungen der Schnur beim Spinnfischen. Weiterer großer Vorteil bei diesem Wirbeltyp ist die schnelle Wechselmöglichkeit des Köders durch eine speziell konstruierte Verschlusstechnik.
6. Karabiner-Wirbel
Als Karabiner-Wirbel werden oft alle der oben genannten Wirbel-Arten bezeichnet, insofern sie beim Kauf zusammen mit einem angeschlossenen Karabiner angeboten werden.
Welche Wirbel-Größe hat welche Tragkraft?
Folgende Tabelle bietet eine Übersicht mit Richtwerten. Da viele Hersteller ihre Wirbel nach ihren eigenen Vorgaben klassifizieren, unterscheiden sich die Wirbelgrößen und -Tragkräfte bei Produkten verschiedener Marken zum Teil erheblich. Daher empfehlen wir unsere Tabelle nur als Orientierungshilfe einzubeziehen und die genauen Größen/Tragkraft-Vorgaben an der Verpackung abzulesen oder direkt beim Hersteller anzufragen.
Wirbel-Größe | Tragkraft |
---|---|
2 | 20 kg |
4 | 18 kg |
6 | 16 kg |
8 | 14 kg |
10 | 12 kg |
12 | 10 kg |
14 | 8 kg |
16 | 6 kg |
18 | 5 kg |
20 | 4 kg |
Wirbel binden an Monoschnur: Mit Clinch-Knoten
Welcher Angelknoten ist für den Wirbel optimal? Das hängt unter anderem von der Schnur ab, an die er gebunden werden soll. An eine Monoschnur binden Sie den Wirbel am besten mithilfe des Clinch-Knotens. Er ist fest genug (ca. 85% der Schnurstärke), robust und kompakt. Beim Binden ziehen Sie zuerst die Schnur durch die Wirbelöse hindurch (bei sehr dünnen Schnüren zwei mal) und wickeln Sie den Strang anschließend 5 – 7 mal um die Schnur. Zuletzt fädeln Sie das Schnurende durch die erste Wicklung und zeihen Sie den Knoten fest zusammen.
Wirbel binden an Flechtschnur: Mit Grinner-Knoten
Wenn Sie einen Karabiner an eine Flechtschnur anbinden wollen, machen Sie es am besten mit einem Grinner-Knoten. Er ist leistungsstark (ca. 90% der Schnurstärke), flexibel und ist für jeden Schnurdurchmesser optimal geeignet. Beim Binden diesen Knotens genügen in der Regel 5 bis 6 Wicklungen. Bei sehr dünnen Schnüren sind es ein paar Wicklungen mehr. In einem anderen Beitrag finden Sie weitere Infos über Grinner-Knoten.
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