Eine gute Paddeljacke ist leicht, bequem geschnitten und schützt zuverlässig vor Spritzwasser. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie sonst beim Kauf einer Paddeljacke achten müssen.
Paddeljacken-Testsieger im Überblick
Circle One Jacke
Die Circle One Jacke ist speziell für den Wassersport konzipiert und kombiniert Schutz, Funktionalität und Bewegungsfreiheit. Sie besteht aus einem strapazierfähigen, PU-beschichteten 210D-Nylonmaterial mit vollständig versiegelten Nähten, was sie zuverlässig wasser- und winddicht macht. Dank der reißfesten Schale und der 113 g Fütterung bietet sie guten Schutz vor Kälte in kühleren Monaten.
Verstellbare Neoprenabschlüsse an Kragen, Bündchen und Taille sorgen für individuellen Sitz und minimieren das Eindringen von Wasser. Der Belüftung dienende Kragen lässt sich weit öffnen, was den Tragekomfort verbessert. Ein 360°-reflektierender Streifen erhöht die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen. Insgesamt eignet sich die Jacke gut für Kajak-, Kanu- und andere Paddelsportarten und bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Schutz und Komfort.
Vorteile:
- Vollständig wind- und wasserdicht mit versiegelten Nähten
- Robustes, reißfestes Material mit guter Kälteisolation
- Hoher Tragekomfort durch verstellbare Neoprenabschlüsse
- Bewegungsfreiheit durch gelungenen Schnitt
NRS Rio Jacke
Die NRS Rio Paddeljacke ist eine einfache, robuste Option für Einsteiger und wird besonders für ihre Funktionalität bei niedrigem Preis geschätzt. Sie besteht aus urethanbeschichtetem Nylon-Oxford, das wasserabweisend ist und äußeren Einflüssen gut standhält. Die lockere Passform bietet viel Bewegungsfreiheit und Platz für zusätzliche Kleidungsschichten. Verstellbare Neoprenabschlüsse an Hals und Handgelenken halten Spritzwasser ab, während die Taille per Bungee-Verschluss gesichert wird – allerdings weniger effektiv bei starkem Wasserkontakt.
Kritik gibt es an der raschelnden Materialbeschaffenheit, fehlenden Taschen und mangelnder Atmungsaktivität, was besonders bei wärmeren Temperaturen auffällt. Insgesamt eignet sich die Jacke gut für kühle Bedingungen und gelegentliche Touren, bleibt aber in Ausstattung und Komfort hinter höherwertigen Modellen zurück.
Vorteile:
- Wasserabweisend und widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse
- Weite Passform für verschiedene Körpergrößen und Kleidungsschichten
- Preisgünstige Einsteigerlösung für Paddler
Nachteile:
- Wenig atmungsaktiv, staut Wärme bei höheren Temperaturen
Paddeljacke Zephyr
Die Zephyr Paddeljacke von Hiko richtet sich an sportlich aktive Paddler und punktet vor allem mit ihrem extrem leichten Gewicht und einem flexiblen, körpernahen Schnitt. Sie besteht aus hochwertigen Materialien und verfügt über eine laminierte Innenschicht, die das An- und Ausziehen erleichtert und Reibung auf der Haut oder Kleidung minimiert. Dank der flexiblen Neoprenabschlüsse an Hals und Ärmeln wird Wasser zuverlässig abgehalten, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen.
Die Jacke lässt sich sehr kompakt verstauen und eignet sich daher besonders für Training, Wettkampf oder als leichter Wetterschutz auf Touren. Nutzer sollten beachten, dass sie eher klein ausfällt – wer an der oberen Größenangabe liegt, sollte eine Nummer größer wählen. Insgesamt ist sie funktional, sportlich orientiert und für wechselhafte Bedingungen gut geeignet, bietet aber weniger Isolierung als schwerere Modelle.
Vorteile:
- Extrem leicht und platzsparend verstaubar
- Wasserabweisende Neoprenabschlüsse ohne Komfortverlust
- Ideal für sportliche Einsätze wie Training, Touren oder Wettkämpfe
Nachteile:
- Kein Stauraum oder Zusatzfunktionen für längere Touren
Helly Hansen Jacke
Diese leichte Segeljacke mit Spritzschutz ist speziell für Jollen- und Inshore-Segler konzipiert und kombiniert Schutz vor Wind und Wasser mit hoher Bewegungsfreiheit. Das verwendete Helly Tech-Gewebe sowie vollständig verschweißte Nähte sorgen für zuverlässige Wasserdichtigkeit, Windschutz und Atmungsaktivität. Die Jacke ist hüftlang geschnitten, besitzt eine schnell trocknende Innenseite und verzichtet auf zusätzliches Futter, was sie besonders leicht macht.
PU-Ausschnitt und Armabschlüsse lassen sich individuell anpassen, wodurch der Tragekomfort verbessert wird. Ein Nachteil ist der nicht verstellbare untere Bund, was die Passform in diesem Bereich einschränken kann. Insgesamt bietet die Jacke eine gute Funktionalität zum fairen Preis – vor allem für sportliche Einsätze bei wechselhaftem Wetter.
Vorteile:
- Wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv dank Helly Tech-Gewebe
- Leicht, ungefüttert und schnell trocknend – ideal für aktive Nutzung
- Verstellbare Abschlüsse an Hals und Armen für guten Sitz
Nachteile:
- Bund unten nicht verstellbar
Die besten Paddeljacken im Vergleich
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Artikel | Circle One Jacke | NRS Rio Jacke | Paddeljacke Zephyr | Helly Hansen Jacke | Azure Kanu |
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Paddeljacke: Diese Kriterien sind beim Kauf besonders wichtig
- Wasserdichtigkeit – Material und Nähte müssen dauerhaft vor eindringendem Wasser schützen
- Atmungsaktivität – Verhindert Hitzestau und sorgt für angenehmes Körperklima bei Aktivität
- Latex- oder Neoprenmanschetten – Dichten Hals- und Armbereich zuverlässig ab
- Bundsystem – Doppelter Taillenbund verhindert das Eindringen von Wasser ins Cockpit
- Schnitt & Bewegungsfreiheit – Ergonomischer Schnitt erlaubt uneingeschränkte Paddelbewegung
- Kapuze – Verstellbare Kapuze schützt vor Wind und Regen, ideal bei wechselhaftem Wetter
- Reflektoren – Erhöhen die Sichtbarkeit bei Dämmerung oder schlechten Bedingungen
- Gewicht & Packmaß – Leicht und kompakt für einfachen Transport und Stauraum
Welche Wassersäule sollte eine Paddeljacke haben?
Eine gute Paddeljacke soll nicht nur vor Wind schützen, sondern auch vor Spritzwasser. Die Wasserdichtigkeit lässt sich an der Einheit Wassersäule ablesen. Die Europäische Norm für Regenschutzkleidung besagt, dass eine Wassersäule von mindestens 1300 Millimetern als wasserdicht bezeichnet werden kann. Für eine Paddeljacke wäre ein Wert zwischen 6.000 und 10.000 Millimetern ideal.
Was ist bei Atmungsaktivität zu beachten?
Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass die Paddeljacke den Schweiß nach außen ableitet, da Sie ansonsten schon bei der geringsten körperlichen Anstrengung ins Schwitzen geraten. Achten Sie also darauf, dass die Jacke über eine atmungsaktive Außenschicht verfügt. Hochwertige Materialien mit speziellen Membranen sind sowohl wasserdicht als auch atmungsaktiv.
Paddeljaken aus Neopren für Wildwasser
Neopren-Paddeljacken halten den Oberkörper auf einer konstanten Temperatur, das heißt, Sie sind auch beim Kentern vor Kälte geschützt. Hier gilt: Je stärker beziehungsweise dicker das Neopren ist, desto besser der Schutzeffekt. Das Material empfiehlt sich vor allem für Wildwasser-Touren, bei denen Sie einer starken Gischt ausgesetzt sind.
Neopren-Jacken sind meist recht eng geschnitten, daher sollten Sie auf eine gute Passform achten, damit die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Bei vielen Paddeljacken bestehen lediglich die Bündchen und Manschetten an den Ärmeln und am Hals aus Neopren. Diese lassen sich teilweise individuell justieren und verhindern, dass Wasser ins Innere eindringt.
Wie muss eine Paddeljacke geschnitten sein?
Paddeljacken sind generell recht kurz geschnitten, damit sie sich beim Paddeln nicht auf der Spritzdecke des Kajaks stauchen. Möchten Sie die Jacke auch in der kalten Jahreszeit tragen, achten Sie auf einen bequemen und lockeren Schnitt. So haben Sie die Möglichkeit, bei besonders niedrigen Temperaturen zusätzlich einen warmen Fleece-Pullover oder eine Weste unter Ihrer Jacke zu tragen.
Einige Jacken sind innen aber auch bereits mit Polar-Fleece ausgestattet. Eine Kapuze leistet bei Regen und gegen Spritzwasser wertvolle Dienste, allerdings sollte sie individuell verstellbar sein. Sitzt sie perfekt, verringert sie nämlich den Windwiderstand und garantiert Ihnen ein optimales Sichtfeld.
Was taugen Paddeljacken mit Kurzarm?
Paddeljacken mit Kurzarm schützen nur bedingt vor Wind und Nässe und sind daher hauptsächlich für die warme Jahreszeit geeignet. Meist werden sie aus eher leichteren Materialien hergestellt. Häufig kommen Kurzarm Paddeljacken bei sommerlichen Wettkämpfen zum Einsatz. Viele Wassersportler tragen sie aber auch gerne beim Training, sofern die Temperaturen dies zulassen. Schließlich ermöglicht die Schnittform eine nahezu grenzenlose Bewegungsfreiheit, denn die Arme bleiben frei. Die Abschlüsse am Hals und an den Ärmeln sind ausgesprochen dicht, zumal in diesen Bereichen – ähnlich wie bei den Langarm-Modellen – in den meisten Fällen Neopren eingesetzt wird.